04.12.2010: Ladendiebstahl-Konjunktur

Eine vom Centre for Retail Research publizierte Statistik zum
Warenschwund im europäischen Detailhandel zeigt, dass sich der
Ladendiebstahl in den letzten elf Jahren in zwei Zyklen bewegt hat. Der
erste dauerte von 2000 bis 2004, der zweite setzte 2005 ein. Wie weiter
zu erkennen ist, fielen die Höhepunkte 2002 und 2009 mit Phasen der
schwachen Konjunktur zusammen. Zu erklären sind die Spitzenwerte gemäss
dem Forschungsinstitut indessen nicht etwa mit einer rezessionsbedingten
höheren Diebstahl-Neigung der Konsumenten, sondern mit der nachlassenden
Achtsamkeit der Ladenbetreiber; Investitionen in die Verlust-Prävention
wurden in der Krise oft stark reduziert - was eine Gelegenheit für Diebe
schuf. Mit der Verbesserung des Geschäftsgangs standen den
Ladenbetreibern dann wieder mehr Mittel zur Verfügung, um den
Langfingern das Handwerk zu legen.

Christian Schmid 04.12.2010

11.11.2009: Weltweit mehr Ladendiebstähle

Wie die Neue Zürcher Zeitung in ihrer Ausgabe vom 11. November 2009 schreibt, hat die Krise offensichtlich die Betriebsamkeit der Langfinger erhöht. Laut einem vom britischen Centre for Retail Research publizierten Bericht,* der auf Umfragen bei über 1000 Detailhandelsunternehmen in aller Welt beruht, hat sich die Warenschwund-Quote - der Wert gestohlener Güter gemessen am Umsatztotal - zwischen 2008 und 2009 von 1,35% auf 1,43% erhöht. Der Gesamtwert der gestohlenen Waren beläuft sich so auf 114,8 Mrd. $.


Relativ heile Schweizer Welt

Die Studie dokumentiert auch die Unterschiede zwischen den Weltregionen: Den markantesten Anstieg der Schwund-Quote verzeichnete Nordamerika, mit einem Plus von 8,1% auf 1,60% (was einen Wert von 46,0 Mrd. $ ergibt) - und dies, obwohl der von den Amerikanern betriebene Aufwand zur Diebstahlprävention weltweit der höchste ist. Die Einzelhändler in Europa ( 4,7% auf 1,33% bzw. 44,0 Mrd. $) und Asien ( 4,2% auf 1,24% bzw. 17,9 Mrd. $) sind dagegen relativ glimpflich davongekommen. Was die absolute Höhe der Quote betrifft, ist Indien mit 3,2% Spitzenreiter, während Taiwan (0,89%), Hongkong (0,92%), Österreich (0,99%) und die Schweiz (1,03%) zu den vom Diebstahl eher verschonten Ländern gehören. Anzufügen ist allerdings, dass sich in der Schweiz die Quote seit 2002, als sie noch 0,85% betrug, deutlich verschlechtert hat.


Nur das Beste ist gut genug

Die Studie gibt schliesslich auch Auskunft über die Ursachen des Warenschwunds und zeigt, dass im globalen Durchschnitt der Diebstahl durch Kunden mit 42,5% den grössten Wertanteil ausmacht, während jener durch Mitarbeiter gut ein Drittel beträgt (vgl. Grafik). Hier ergeben sich ebenfalls signifikante regionale Unterschiede. In Nord- und Südamerika geht das Gros des Schwunds auf das Konto ungetreuer Angestellter, während es in Europa und Asien vorwiegend Kunden sind, die sich Ware unrechtmässig aneignen. Wer nun annimmt, die Zunahme der Delikte gehe hauptsächlich auf das Konto krisengebeutelter Armer, die in den Läden das zum Leben Notwendige entwenden, sieht sich getäuscht. Wie der Report zeigt, handelt es sich bei den gestohlenen Waren primär um teure Markenartikel, Kosmetika, Parfums, Markenuhren und Delikatessen - während profane Lebensmittel als Diebesgut keine nennenswerte Rolle spielen.

* Das globale Diebstahlbarometer 2009. Ursachen und Kosten von Warenschwund und Kriminalität im weltweiten Einzelhandel. Centre for Retail Research, Nottingham.

* Weiterführende Hinweise: Bitte kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch. Wir können Sie massgeschneidert unterstützen.

Claude Berner 11.11.2009

10.7.2009: Diebesbanden tricksen Läden aus

Wie der Tages-Anzeiger in seiner Ausgabe vom 10. Juli 2009 schreibt, haben es Ladendetektive vermehrt mit organisierten Banden zu tun. Und deren Vorgehen wird immer raffinierter.

Benno Müller, nennen wir den selbstständigen Ladendetektiv, der lieber anonym bleiben will, so, macht interessante Beobachtungen: Vermehrt erwischt er im Raum Zürich Mitglieder von organisierten Banden beim Klauen. «Die Banden werden immer raffinierter», sagt Müller. Meist seien es Leute aus dem Osten, aus Georgien oder Rumänien, die gezielt stehlen. Nämlich Artikel, die sich leicht – vermutlich in ihren Heimatländern – wiederverkaufen lassen: Kosmetika, Unterhaltungselektronik,

Auch Heinz Schibli, Leiter des Sicherheitsdienstes der Migros Genossenschaft Aare, die 120 Verkaufsstellen in den Kantonen Bern, Solothurn und Aargau betreibt, hat es immer öfter mit organisierten Banden zu tun. Nach seiner Einschätzung treibt etwa ein Drittel mehr Bandendiebe in den Läden ihr Unwesen als noch vor einem Jahr. Geklaut wird hauptsächlich, was klein und wertvoll ist. Sie lassen etwa teure Augenfaltencrèmes in Hosentaschen verschwinden, die gar keine Innensäcke haben – das Diebesgut fällt in einen am Bein zugeschnürten, versteckten Saum.

Die Ladendetektive kennen alle erdenklichen Tricks der Banden, die meist in Gruppen von zwei bis fünf Personen unterwegs sind. Müller schildert, wie sie etwa vorgehen: Zuerst kommt eine gut aussehende Person in den Laden, nimmt einen Einkaufswagen und deponiert darin zum Beispiel einige Tüten Rasierer der teureren Sorte, ein beliebtes Diebesgut. Dann geht die Person zum WC-Papier, wo sie unbemerkt ihre Rasierer hinter den grossen Packungen versteckt. Schliesslich an der Kasse, bezahlt die Person eine Kleinigkeit. Und kaum ist sie draussen, betritt schon ein junger Mann mit Rucksack den Laden. Dieser biegt zielstrebig in den Gang, wo das WC-Papier aufgetürmt ist – keine Gefahrenzone für einen Detektiv, weil es da eigentlich nichts zu klauen gäbe. Tatsächlich landen dann aber Rasierer im Wert von mehreren Hundert Franken im Rucksack. Der ist mit Alufolie gefüttert, weil dadurch der Sender an der Kasse gestört werden kann und es nicht piepst.

«Wir erwischen nur einen Bruchteil der Diebe», sagt Schibli. Wie viel in den Schweizer Detailhandelsgeschäften tatsächlich geklaut wird, weiss niemand. Die Migros geht davon aus, dass rund ein Prozent des Umsatzes als Diebesgut spurlos verschwindet – entweder schon bei der Anlieferung, im Laden durch Mitarbeiter oder eben durch Langfinger. Bei einem 17-Milliarden-Umsatz aus dem Detailhandel sind das Waren im Wert von 170 Millionen Franken im Jahr. Bei Coop werden schätzungsweise Waren im Wert von 140 Millionen Franken jährlich an den Kassen vorbeigeschleust.

* Weiterführende Hinweise: Bitte kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch. Wir können Sie ebenfalls in der Bekämpfung von Diebesbanden massgeschneidert unterstützen.

Claude Berner 10.07.2009

3.6.2009: Dunkelziffer unbekannt

Auf dem Gelände eines Grossverteilers in Oberwil konnte am letzten Samstag Nachmittag, 30. Mai, gegen 14 Uhr, ein Ladendieb erwischt werden. Durch Angestellte des Grossverteilers konnte zunächst beobachtet werden, wie ein Mann mit einem vollen Einkaufswagen die Filiale durch einen Seiteneinausgang verliess – wohlverstanden ohne die Waren zu bezahlen. Der Mann konnte in der Folge - als er gerade dabei war, die Waren in einen Personenwagen einzuladen - zurück gehalten werden, bis kurze Zeit später die alarmierte Polizei Basel-Landschaft vor Ort eintraf. Der 30-jährige Mann litauischer Nationalität hatte Waren im Wert von über 2000 Franken im Einkaufswagen. In seinem Personenwagen (Kombi-Modell) befanden sich zudem weitere Waren. Ob diese ebenfalls in Grossverteilern gestohlen wurden, ist Gegenstand von Abklärungen.

Der Mann wurde festgenommen und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Das Statthalteramt Arlesheim führt gegen ihn ein entsprechendes Strafverfahren und es wird untersucht, ob dem Mann noch weitere, vergleichbare Delikte zur Last gelegt werden können.

Quelle: VSD resp. Kapo BL/MC

* Weiterführende Hinweise: Bitte kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch. Wir erstellen für Sie eine Schwachstellenanalyse und einen Massnahmenkatalog.

Claude Berner 03.06.2009

2.5.2009: Diebe langten kräftig zu

Langfinger haben im Schweizer Detailhandel in einem Zeitraum von einem Jahr Waren für rund eine Milliarde Franken gestohlen. Bei den Dieben in den Schweizer Geschäften handelt es sich vor allem um Kunden. Aber auch Mitarbeiter langen gerne mal zu. Weine, Spirituosen und Kosmetika sind die bevorzugten Waren der Ladendiebe. Gerne eingesteckt werden aber auch Parfums, Bekleidung, Lebensmittel, DVDs und Rasierklingen, wie die «Schweizerische Gewerbezeitung» unter Berufung auf das jüngste Globale Diebstahlbarometer des Centre for Retail Research in Nottingham (GB) schreibt (Anm. MM: http://www.retailresearch.org/
theft_barometer). Die Studie beruht auf der Befragung von 920 der grössten Einzelhändler in 36 Ländern, wie der Website des Centres zu entnehmen ist.

In der Schweiz werden laut «Gewerbezeitung» 46,8 Prozent der Diebstähle von Kunden und 30,6 Prozent von Mitarbeitern der betroffenen Detailhandelsgeschäfte begangen. 5,7 Prozent der Verluste werden durch Lieferanten und 16,7 Prozent durch interne Fehler verursacht. Die Palette der Täter reicht von Gelegenheitsdieben bis hin zu organisierten Kriminellen, heisst es in der «Gewerbezeitung» weiter.

Quelle: Zürcher Oberländer, 2.5.2009

* Weiterführende Hinweise: Bitte kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch. Wir zeigen Ihnen das Verbesserungspotenzial in Ihrem Unternehmen.

Claude Berner 02.05.2009

27.4.2009: MANKO MINUS und avotec gemeinsam für Sicherheit!

Um Warenverluste noch umfassender bekämpfen zu können, haben sich die Verantwortlichen der Unternehmen MankoMinus GmbH und avotec AG entschlossen inskünftig zusammen zu arbeiten. Aus der Zusammenarbeit erwächst unseren Auftraggebern ein qualitativer und finanzieller Mehrnutzen.

MankoMinus GmbH ist der führende, langjährige Sicherheitsspezialist im Detailhandel.
avotec AG ist Generalimporteur für Samsung-Videotechnik und weitere, hochwertige Sicherheitsprodukte.

* Weiterführende Hinweise: Bitte kontaktieren Sie uns und beanspruchen Sie unsere Unterstützungsleistung für Ihre Herausforderungen.

Claude Berner 27.04.2009

28.4.2009: Warenverluste gemäss KPMG

Die Verluste von Detailhandelsunternehmen durch Warendiebstahl sind nach wie vor sehr hoch und übersteigen mit 1 bis 3, teils noch mehr Umsatzprozenten oft die kleinen Gewinnmargen. Die Unternehmen versuchen mit Hightech und Mitarbeiterschulungen, dem Phänomen Herr zu werden. Je nach Kulturraum unterscheiden sich die "Übeltäter", aber auch die Lösungsansätze und die Intensität des Kampfs gegen den Warendiebstahl.

Quelle:
Andreas Hammer, in KPMGnews Industry Flash, 15. April 2009, KPMG Schweiz
Vollständige Publikation unter
http://www.kpmg.ch/Publikationen
/14675.htm

* Weiterführende Hinweise: Die zitierten KPMG News berufen sich auf ein mit dem Experten Jürg Meisterhans, Mitglied des Verwaltungsrates der KPMG Schweiz, geführten Interviews. Damit wird das von MankoMinus ins Feld geführte grosse Gewinnpotenzial auf höchster Quelle bestätigt. Es gibt also keinen Zweifel mehr. Bitte machen Sie einen ersten Schritt und nehmen Sie völlig unverbindlich mit uns Kontakt auf. Wir können Sie in Zusammenarbeit mit Ihren Verantwortlichen und/oder der Revision massgeschneidert unterstützen.

Claude Berner 28.04.2009

8.1.2009: Hohe Löhne und tiefe Preise helfen nicht

Wie die Neue Zürcher Zeitung in ihrer Ausgabe vom 8. Januar 2009 schreibt, sind Reallohnsteigerungen für die langfristige Entwicklung des Schweizer Detailhandels ein wichtiges Fundament. Ebenso war die Korrektur des Preisniveaus dringend, das auch nach dem Fall der offensichtlichsten Konsumgüterkartelle vor Jahrzehnten viel zu lange viel zu hoch blieb. Freilich haben aus der Vogelperspektive weder höhere Löhne noch Preissenkungen einen entscheidenden Einfluss auf die Gesamtumsätze der Branche. Die Einkommenselastizität des privaten Konsums seit 1980 zeigt laut den Ökonomen der Credit Suisse, dass steigende Löhne den Konsum nur wenig stimulieren. Steigen die Reallöhne um 1%, nimmt der private Konsum lediglich um 0,19% zu, und mit sinkender Tendenz fliesst nur ein kleiner Teil des zusätzlichen Einkommens in den Detailhandel. Noch schwächer ist die Preiselastizität: Die Berechnungen der letzten zehn Jahre zeigen, dass beispielsweise eine Erhöhung der Nahrungsmittelpreise die Konsumnachfrage um lediglich 0,05% sinken lässt, weil der Anteil der Nahrungsmittel an den Gesamtausgaben im Sättigungsbereich liegt und damit relativ fix ist; bei steigenden Preisen werden zunächst andere Budgetposten gekürzt (Ferien, Restaurantbesuche). Entsprechend erhöhen sinkende Preise den Konsum kaum.

Ähnlich wie zusätzliche Werbung für eine Reihe von Nahrungs- und Genussmitteln mitunter lediglich Marktanteile verschiebt, haben operativ oder durch Margenopfer finanzierte Preissenkungen zum Ziel, Umsätze und Marktanteile zulasten der Konkurrenten zu erhöhen. Daraus resultiert der beklagte Verdrängungswettbewerb.

* Weiterführende Hinweise: Die Gewinnoptimierung wird auch den Detailhändlern nicht in den Schoss gelegt. Wie andere Branchen muss der Unternehmer das Heft selbst in die Hand nehmen. Sprechen Sie mit uns. Wir können Sie mit handfesten Massnahmenpaketen tatkräftig unterstützen. Rufen Sie uns an oder kontaktieren Sie uns unverbindlich über das Kontaktforumular.

Claude Berner 01.01.2009

24.7.2008: Schärfere Kontrollen am Flughafen Zürich

Wie die Neue Zürcher Zeitung in ihrer Ausgabe vom 24. Juli 2008 schreibt, muss das Personal des Flughafens Zürich seit kurzem Sicherheitskontrollen im gleichen Masse wie die Flugpassagiere über sich ergehen lassen. Die Neuerung geht auf eine Verordnung der EU zurück, die vom Bazl für verbindlich erklärt wurde. So nehmen nun Metalldetektoren und Röntgengeräte die Angestellten und ihre Taschen und Handys unter die Lupe, wenn sie das Gelände betreten.

Das Prozedere ist umständlich und führt zu Behinderungen. Trotzdem scheinen sich die meisten Beschäftigten in ihr Schicksal zu fügen. Lauter ist die Kritik im General Aviation Center, wo sich neu auch Piloten und Passagiere von privaten Geschäftsflugzeugen checken lassen müssen. Die Kontrollen seien in anderen europäischen Flughäfen weniger akribisch, was Zürich für die Geschäftsluftfahrt unattraktiv mache, heisst es dort.

* Weiterführende Hinweise: Falls Sie in Ihrem Unternehmen auch Sicherheitslücken haben, nehmen Sie völlig unverbindlich mit uns Kontakt auf. Wir können Sie massgeschneidert unterstützen.

Claude Berner 24.07.2008

21.2.2008: Bleidiebe entdecken Kirchen

Wie der Tages-Anzeiger in der Ausgabe vom 21. Februar 2008 schreibt, leiden in der Schweiz vor allem die SBB oder Baufirmen unter dem Werk von Metalldieben, die angesichts drastisch gestiegener Rohstoffpreise alles abschleppen, was nicht niet- und nagelfest ist, bangen in Grossbritannien Kirchengemein­den um die Bleidächer der Gotteshäuser. Da sich der Bleipreis seit 2002 versechs­facht hat, montieren Diebe immer öfter grossflächig Bleibleche ab. Eine Tonne Blei kostet am Londoner Warentermin­markt derzeit rund 3000 Dollar. 2002 wa­ren es gerade mal 500 Dollar.

Am 900 Jahre alten Hemingbrough Minster in Nordengland haben Diebe in den vergangenen acht Monaten viermal Dachschindeln aus Blei entwendet. Ein rund 20 Quadratmeter grosses Loch im Dach musste die Gemeinde mit einer Behelfsverkleidung aus Kunststoff provisorisch abdichten.

Selbst Kirchen, die sich in der Mitte von Ortschaften und in unmittelbarer Umge­bung von Wohnhäusern befinden, ver­schonen die Diebe nicht. Vom Dach der Selby Abbey, vier Meilen westlich von Hemingbrough, wurden im November 15 Quadratmeter Bleiblech entwendet. „Es macht keinen Krach, wenn sie es abmontieren, Blei ist so weich“, erklärt Vikar Ca­non Keith Richards. „Sie sind auf das Dach geklettert, haben das Blech mit einer Brechstange angehoben, es zusammenge­rollt und mitgenommen.“ Bei Ecclesiastical Insurance, dem gröss­ten Kirchenversicherer, sind letztes Jahr 2300 Meldungen mit Bleidiebstahl einge­gangen. Der Schaden belief sich auf umge­rechnet 18.1 Millionen Franken. Die Dächer der historischen britischen Kirchen sind von alters her mit Bleiblech gedeckt. Da das Material gut formbar und dauerhaft ist, war es vor der Erfindung von geteerten Schindeln und Kunststoffziegeln jahrhundertelang ein bevorzugtes Material bei der Bedachung.

* Weiterführende Hinweise: Die Begebenheit zeigt auf eindrückliche Weise, wie im Verlaufe der Zeit neue Risiken entstehen können. Es ist deshalb empfehlenswert, die Gefahrensituation in regelmässigen Zeitabständen neu aufzunehmen. Wir können Sie dabei massgeschneidert unterstützen. Nehmen Sie völlig unverbindlich mit uns Kontakt auf.

Claude Berner 21.02.2008

9.8.2007: Amerikas Detaillisten fassen Ladendiebe härter an

Wie der Tages-Anzeiger in seiner Ausgabe vom 27. Juli 2007 berichtet, fassen amerikanische Detaillisten die Ladendiebe härter an. Die Strafe ging aber selbst den Managern von Wal-Mart zu weit: Ein Richter der Provinzstadt Attalla (Alabama) hatte zwei Diebe zwei Stunden lang vor dem Eingang zum Supermarkt an den Pranger gestellt. Auf der umgehängten Tafel war ihr Vergehen vermerkt: "Ich bin ein Ladendieb." Er erachte diese rüde Strafe als angemessen, da Bussen mit Haftstrafen nicht mehr abschreckten, verteidigte sich Richter Kenneth Robertson. An sich war der Detailhändler einverstanden, setzte aber durch, dass die Ladendiebe nicht mehr imageschädigend vor dem Laden, sondern auf öffentlichem Grund und Boden gedemütigt werden.

Das Abbüssen einer Strafe am Pranger erlebt in mehreren Bundesstaaten eine Renaissance. Richter in Kalifornien, Tennessee, Texas und Georgia haben ebenfalls Kleinkriminelle zu solchen Strafen verurteilt. Busse und Haft schrecken nicht mehr ab, zudem sind die Gefängnisse bereits voll mit Schwerkriminellen.

Der Vorfall in Alabama ist krass und bezeichnend zugleich. Betroffen ist der grösste Detailhändler der Welt, der bei seinem Vorgehen gegen Ladendiebe innerhalb eines Jahres zwei Kehrtwenden vollzogen hat. Im Sommer 2006 entschied Wal-Mart, Diebe unter 18 Jahren nicht mehr anzuzeigen sowie Deliktsummen unter 25 Dollar mit einem Verweis zu erledigen. In diesem Frühjahr räumte das Unternehmen ein, die Zahl der Diebstähle sei deutlich gestiegen, was die Gewinne gedrückt habe. Vor wenigen Tagen nun wies die Wal-Mart-Zentrale die Filialleiter an, härter durchzugreifen: Fortan soll die Polizei umgehend auch bei ganz jungen Dieben eingeschaltet werden, wenn die Eltern nicht innert einer Stunde im Laden erscheinen. Und Übeltäter sollen künftig bereits im Ladeninnern angehalten werden, nicht wie bisher erst nach der Kasse.

Das schärfere Durchgreifen ist nach Einschätzung von Branchenexperten ein deutliches Zeichen dafür, dass die Diebstähle die schmalen Margen der Detaillisten gefährlich bedrohen. In den ruhigsten Zeiten, Ende der 90er-Jahre, galt, dass im Schnitt weniger als 1.6 Prozent des Umsatzes durch so genanntem Shrinkage verloren gingen. Was so harmlos "Schwund" genannt wird oder "Inventurdifferenzen" hat durchaus kriminelle Ursachen: Diebstähle durch Kunden und Angestellte, Betrügereien von Lieferanten oder Manipulationen der Buchhalter. Seit 2003 ist die Deliktsumme doppelt so stark gestiegen wie die Umsätze der Detaillisten, über zehn Prozent. Die Schadenssumme lag 2006 bei fast 42 Milliarden Dollar, über 10 Milliarden mehr als 2003. Im Schnitt entwendeten die Diebe Waren für rund 900 Doliar, was sogar über dreimal mehr ist als 2003.

Das Kernproblem sind nicht die Kunden, sondern die Angestellten. Wie eine Studie der Universität von Florida zeigt, sind knapp die Hälfte der Übeltäter Angestellte und nur ein Drittel Kunden. Der Rest geht auf Buchungsfehler oder betrügerische Lieferanten zurück.

Besonders das eigene Personal macht Wal-Mart zu schaffen, Lange war Wal-Marl der Detailhändler mit dem geringsten "Schwund", Das hat sich in den letzten Jahren geändert, Wal-Mart nähert sich nun dem Branchendurchschnitt. Ehemalige Angestellte begründen dies mit der knausrigen Lohn- und Sozialpolitik des Unternehmens. Dies wecke Rachegelüste und verleite zur illegalen Selbstbedienung. Gleichzeitig seien mehr Teilzeitbeschäftigte eingestellt worden, was die Kontrolle der Hintertüren erschwere. Wal-Mart weist diese Vorwürfe zurück und erklärt, die Moral der Angestellten habe sich klar verbessert. Die Deliktsumme lag letztes Jahr bei 3.4 Milliarden Dollar, rund einem Prozent des Umsatzes.

Wie der Pranger in Alabama zeigt, sind viele Detailhändler verunsichert, wie weit sie gehen dürfen, ohne ihr Image zu beschädigen und Kunden zu vertreiben. Ziehen sie die Kontrollschraube zu stark an, fühlen sich die ehrlichen Kunden belästigt.

Die bessere Sicherheitstechnik macht indessen die Diebe erfinderisch. Sie klauen oder kopieren Barcodes von billigen Produkten und kleben sie auf teure Waren. Sie kupfern die Kennziffern von Geschenkgutscheinen ab und lösen diese via Internet ein. Sie stehlen Schmuck und teure Kleider, tauschen das Diebesgut um und kassieren die Gutschrift. Oder sie verkleiden sich als Transvestiten, mit Rüschen und Perücken, und fallen im Rudel in dIe Geschäfte ein. In New Orleans hielt eine solche Diebesbande die Läden monatelang in Bann, bevor sie von Teenager-Gangs und Schwulentruppen abgelöst wurde.

Den Rekord hält indessen jener Dieb aus Oregon, der Hunderte von Lego-Packungen im Laden mit dem billigsten Preiscode überklebte und die teuren Spielwaren anschliessend bei Ebay verhökerte. Er verdiente über 600'000 Dollar, ehe er gefasst wurde. Das Lob der Abnehmer war ihm aber gewiss: "Ein einmaliger Verkäufer mit einem grossartigen Angebot", rühmte ein ahnungsloser Käufer.

Quelle: Tages-Anzeiger, 27. Juli 2007

* Weiterführende Hinweise: Mitunter ist es eine Gratwanderung: einerseits drängen sich schärfere Sicherheitsmassnahmen auf, andererseits dürfen die (ehrlichen) Kunden nicht vergrault werden. Dank langjähriger, branchenspezifischer Erfahrung können wir Sie auf dem schwierigen Weg massgeschneidert unterstützen. Nehmen Sie mit uns völlig unverbindlich Kontakt auf.

Claude Berner 09.08.2007

2.7.2007: Inventurdifferenzen: Milliardenschaden im Handel

Die Inventurdifferenzen im deutschen Einzelhandel erreichten 2006 knapp 3.9 Mrd. Euro, so das Ergebnis einer EHI-Studie. Gleichzeitig sind die Inventurdifferenzen erneut um durchschnittlich 8 Prozent gesunken.

Gründe dafür sind verbesserte Warenwirtschaftssysteme, genauere Bestandskontrollen und bessere Auswertungen. Ausserdem zahlen sich verstärkte technische Massnahmen und Mitarbeiterschulungen aus. Trotz des Rückgangs schätzt der Handel die Kriminalität weiter als mittel bis hoch ein - mit steigender Tendenz. So wundert es nicht, dass mehr als 20 Prozent der Unternehmen ihr Budget zur Reduzierung von Inventurdifferenzen im laufenden Jahr aufgestockt haben. Insgesamt betragen die Kosten für Inventurdifferenzen und deren Vermeidung zusammen jährlich fast 5 Mrd. Euro.

Laut "Polizeilicher Kriminalstatistik" (PKS) sind die angezeigten einfachen Ladendiebstähle 2006 nochmals um 5.4 Prozent auf 428553 gesunken. Trotzdem schätzt der Handel die Lage anders ein: Die Ladendiebstahlsanzeigen erfolgten zu einem hohen Prozentsatz durch Kaufhausdetektive und Sicherheitskräfte. Weniger Anzeigen bedeuteten aber, dass der Detektiveinsatz in den letzten Jahren reduziert wurde. Ausserdem stehe weniger Personal zur Flächenbeaufsichtigung zur Verfügung. Gleichzeitig sei eine "Anzeigemüdigkeit" infolge geringer Bestrafungen eingetreten. Kosteneinsparungen und Budgetverschiebungen zu Gunsten präventiver Massnahmen wie Kamera- und Videotechnik und Warensicherung führten zwangsläufig zu weniger Anzeigen, meint das EHI.

Die tatsächlichen Verluste durch Ladendiebstahl sind aber mit fast 2 Mrd. Euro unverändert hoch. HDE-Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel erklärte dazu: "Langfinger klauen jeden Tag Waren im Wert von durchschnittlich 6 Mio. Euro. Die Dunkelziffer liegt bei über 95 Prozent."

Quelle: www.lebensmittelpraxis.de, 14. Juni 2007

* Weiterführende Hinweise: Es gibt kein Zweifel: Investitionen in die Mankobekämpfung lohnt sich. Dank branchenspezifischen Erfahrung können wir Sie massgeschneidert unterstützen. Nehmen Sie völlig unverbindlich mit uns Kontakt auf.

Claude Berner 02.07.2007

16.6.2007: Erneut Computer aus Schulhaus gestohlen

Wie die Neue Zürcher Zeitung in ihrer Ausgabe vom 13. Juni 2007 schreibt, hat der Einzug der Informatik in immer mehr Klassenzimmer zu einer unerfreulichen Nebenwirkung geführt: Vermehrt werden aus den Schulhäusern Computer und Laptops gestohlen. Der letzte Fall datiert aus der Nacht auf Dienstag, als unbekannte Täter in ein Schulhaus in Kyburg eingebrochen sind und zehn Laptops im Wert von rund 14’000 Franken entwendet haben. Bereits in den vergangenen Tagen waren sehr ähnliche Vorfälle aus den beiden Nachbargemeinden Brütten und Nürensdorf gemeldet worden. Dort wurden bei Einbrüchen in Schulhäuser ebenfalls Laptops und Computer im Wert von jeweils rund 20’000 Franken gestohlen.

Aufgrund der geografischen und zeitlichen Nähe der Ereignisse ist es für Martin Sorg von der Medienstelle der Kantonspolizei denkbar, dass es sich in allen drei Fällen um dieselbe Täterschaft handelt. Er geht zudem von detaillierten Ortskenntnissen aus, weil das Diebesgut zielstrebig angesteuert worden sei. Über derartige Ortskenntnisse könnten laut Polizeisprecher Sorg sowohl ehemalige Schüler verfügen als auch solche, die jetzt im betreffenden Schulhaus unterrichtet werden. Er gibt zu bedenken, dass die Sicherheitssituation in den Schulhäusern mit der technischen Aufrüstung nicht Schritt gehalten habe. Inzwischen seien in einem Klassenzimmer eben nicht mehr bloss Schwamm und Kreide zu finden, sondern auch wertvolle Hardware. Für einen Einbrecher sei es viel einfacher, in ein Schulhaus als in ein Geschäftslokal einzudringen.

* Weiterführende Hinweise: Die Begebenheit zeigt auf eindrückliche Weise, wie im Verlaufe der Zeit neue Risiken entstehen können. Es ist deshalb empfehlenswert, die Gefahrensituation in regelmässigen Zeitabständen neu aufzunehmen. Wir können Sie dabei massgeschneidert unterstützen. Nehmen Sie völlig unverbindlich mit uns Kontakt auf.

Claude Berner 16.06.2007

14.3.2007: Praktischer Nutzen von Expertenwissen

Es freut uns, die hochaktuellen, spezifischen Hinweise der Firma Fuchs-Alarmanlagen, 8610 Uster, über Bancomat Betrugsfälle unsern Auftraggebern und Interessenten zugänglich machen zu dürfen. Zur Firma Fuchs unterhalten wir seit Jahren partnerschaftliche Beziehungen. BancomatBetrug.pdf

* Weiterführende Hinweise: Ist die Ueberwachung in Ihrem Unternehmen unter Kontrolle? Sprechen Sie völlig unverbindlich mit uns.

Claude Berner 14.03.2007

2.2.2007: Passagiere im Fokus

Wie die Neue Zürcher Zeitung in ihrer Ausgabe vom 2. Februar 2007 schreibt, wurde noch vor kurzer Zeit mit grosser Skepsis beobachtet, wie die Videoüberwachung im öffentlichen Verkehr ausgebaut wird. Heute hat man sich weitgehend daran gewöhnt. Trams, Busse, Züge und Bahnhöfe werden selbstverständlich mit Kameras überwacht.

In allen grossen Bahnhöfen der SBB gehört die Videoüberwachung mittlerweile zum Standard. Im Raum Zürich verfügen der Hauptbahnhof Zürich, die Bahnhöfe Stadelhofen und Wiedikon sowie der Bahnhof Winterthur über entsprechende Anlagen. Doch auch in kleineren Bahnhöfen gibt es Überwachungsanlagen, so etwa in Dietlikon, Niederweningen Dorf und Urdorf Weihermatt. Allein im Hauptbahnhof Zürich sind über hundert Videokameras installiert. Ein Teil davon ist mit Notrufsäulen gekoppelt. Die Bilder werden in der Überwachungszentrale automatisch aufgeschaltet, sobald irgendwo ein Notrufknopf gedrückt wird.


Die Kamera sieht alles

Ein Blick in die Überwachungszentrale der SBB im Hauptbahnhof Zürich vermittelt ein Bild von den Dimensionen. Hier laufen viele Fäden zusammen; ein gutes Dutzend Monitoren liefern Momentaufnahmen vom Geschehen auf verschiedenen Bahnhöfen. Zu sehen sind gestresste Passagiere in den unterirdischen Gängen, bummelnde Einkaufstouristen und Reisende, die auf ihren nächsten Anschlusszug warten. Doch auch Taschendiebe, Vandalen oder andere Straftäter können sich dem Kameraobjektiv in jenen Bereichen nicht entziehen - und auf solche haben es die SBB abgesehen. Gibt es Hinweise auf eine Straftat, können die Strafverfolgungsbehörden die Herausgabe der Aufzeichnungen verlangen.

Seit den achtziger Jahren haben die SBB ihren Bestand an Überwachungskameras kontinuierlich ausgebaut. Der Bundesrat erliess eine Verordnung, welche die Videoüberwachung bei den SBB regelt. Darin heisst es zum Beispiel, dass die Kameras erkennbar gemacht werden müssen. - Die Verkehrsbetriebe im Kanton Zürich haben nachgezogen: So laufen in der Forchbahn, in der Sihltal-Zürich-Üetliberg-Bahn, in einer S-Bahn-Komposition, in einem VBZ-Cobra-Tram und in den Nachtbussen auf dem Gebiet des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) Pilotversuche mit Videokameras. Überwacht werden auch mehrere unterirdische VBZ-Haltestellen sowie die Endstation Seebach.

Anfang dieses Jahres trat die vom Regierungsrat verabschiedete Verordnung zur Videoüberwachung in Kraft. Die Verordnung regelt die Bedingungen, unter denen überwacht werden darf. Gestützt darauf sollen nun Verkehrsmittel und Haltestellen definitiv mit Kameras überwacht werden. Bruno Baeriswyl, der kantonale Datenschutzbeauftragte, erklärte sich mit den Plänen einverstanden, warnte jedoch gleichzeitig vor einer „Video-Euphorie“, denn Kameras könnten auch gegenteilige Wirkung haben. Viele könnten das Gefühl bekommen, dass es dort, wo Kameras sind, besonders gefährlich ist (NZZ 10. 11. 06).


„Abschreckender Effekt“

Die Verantwortlichen der betroffenen Verkehrsbetriebe ziehen eine einheitlich positive Bilanz der Überwachung. So verzeichnen etwa die VBZ in den mit Kameras ausgerüsteten Fahrzeugen praktisch keinen Vandalismus, wie Sprecher Andreas Uhl auf Anfrage sagte. „Wir schätzen die präventive Wirkung als sehr hoch ein.“ In den Fahrzeugen werde mit Piktogrammen auf die Kameras hingewiesen. Die VBZ beabsichtigen laut Uhl aufgrund der positiven Erfahrungen, die Pilotversuche in reguläre Massnahmen umwandeln zu lassen. Zudem würden wohl Anträge gestellt, um Kameras in weiteren Cobra-Trams installieren zu können. Verkehrsbetriebe auf dem Gebiet des ZVV, die Kameras einsetzen wollen, müssen dies dem ZVV beantragen.

Auch Thomas Weibel, Leiter öffentliche Sicherheit der SBB, ist dezidiert der Meinung, dass potenzielle Täter abgeschreckt würden. Für die SBB sei die Videoüberwachung aber immer nur eines von mehreren Elementen, mit denen die Sicherheit verbessert werden könne. Dazu gehörten auch personelle Präsenz, Prävention in Schulen und bei Jugendlichen sowie bauliche Massnahmen. Durch die Aufzeichnung des Geschehens könnten in vielen Fällen wichtige Hinweise zur Ermittlung der Täter geliefert werden. „Die Videoüberwachungsanlage am Bahnhof Dietlikon zum Beispiel wurde nach mehreren Einbrüchen in den Kiosk und einen Lebensmittelautomaten eingerichtet“, sagt Weibel. Die Anlage sei nicht vernetzt, also nicht direkt mit der Überwachungszentrale verbunden. „Als weitere Einbrüche verübt wurden, konnten diese aufgrund der Bilder geklärt und die Täter identifiziert werden, nachdem die Strafverfolgungsbehörden die Videobänder gesichtet hatten.“ Erfolgreich setzten die SBB Kameras auch in Bahnhöfen ein, wo immer wieder Billettautomaten aufgebrochen wurden. Im Kanton Zürich gab es in Niederweningen und Urdorf solche Einbruchserien, weshalb dort Überwachungsanlagen installiert wurden.

Zugriff auf die Videobilder hat laut Thomas Weibel ausschliesslich die Bahnpolizei, jedoch nur dann, wenn die Strafverfolgungsbehörden die Herausgabe anordnen. Sonst würden aufgezeichnete Bilddaten automatisch und ohne Visionierung innert 24 Stunden gelöscht. Diese Vorschrift - einst aus Datenschutzgründen erlassen - müsse allerdings überdacht werden, findet der SBB-Sicherheitschef. Denn oftmals meldeten sich beispielsweise Opfer von Diebstählen erst später bei der Polizei.

Unabhängig von diesen Überlegungen besteht jedenfalls kein Zweifel daran, dass die Videoüberwachung in Zukunft noch ausgebaut wird: Alle neuen S-Bahn-Kompositionen sind laut ZVV-Sprecherin Beatrice Henes mit Kameras ausgerüstet. Und das Ziel der SBB ist es, bis im Jahr 2010 auf dem gesamten Netz alle Regionalverkehrszüge überwachen zu können.


„Schleichende Überwachungstendenzen“

Obschon weitgehend Einigkeit über den Nutzen der Videoüberwachung zu herrschen scheint - die Skeptiker sind nicht ganz verstummt. Eine Sprecherin der Gruppierung „Big Brother Award“, die Überwachungskameras kritisch gegenübersteht, sagte auf Anfrage, das Ziel der Gruppierung sei es weiterhin, „schleichende Überwachungstendenzen“ zu thematisieren und Missbräuche anzuprangern.

Die schweizweit aktive Gruppierung halte es grundsätzlich für eine ungute Entwicklung, dass Menschen durch Videokameras ersetzt würden. Würden die SBB in den Zügen und Bahnhöfen mehr professionelles Personal einsetzen, wäre dies nach Meinung der Organisation der bessere Beitrag zur Erhöhung der subjektiven Sicherheit. Statt Personal abzubauen, müsste man zusätzliche Zugsbegleiter für den Umgang mit Konflikten schulen.


* Weiterführende Hinweise: Ist die Ueberwachung in Ihrem Unternehmen unter Kontrolle? Ist Ihr Personal geschult? Sprechen Sie mit uns. Dank Know-how und praktischer Erfahrung können wir Sie massgeschneidert unterstützen. Bitte kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch.

Claude Berner 02.02.2007

12.12.2006: Falschgeld! Was müssen Sie tun?

In letzter Zeit sind im Detailhandel wieder vermehrt falsche Schweizer Banknoten aufgetaucht. Sensibilisieren Sie Ihr Kassenpersonal, die Noten vor dem Kunden auf ihre spezifischen Merkmale zu prüfen, damit die Fälschungen nicht erst am Abend bei der Abrechnung oder bei der Einzahlung auf der Post oder Bank entdeckt werden. So vermeiden Sie unnötige Kassendifferenzen.

Vorgehen bei der Feststellung einer falschen Note
1. Umgehend die Polizei verständigen (Tel. 117 oder nächsten Polizeiposten).
2. Falsche Note sicherstellen (nicht an den Kunden zurückgeben!).
3. Der Kunde sollte als Zeuge bis zum Eintreffen der Polizei warten.
4. Will ein Kunde nicht warten, notieren Sie sich anhand seines amtlichen Ausweises Name, Adresse sowie Telefonnummer.
5. Ergreift der Kunde mit einem Fahrzeug die Flucht, merken Sie sich die Kontrollschildnummer und wenn möglich zusätzlich die Fahrzeugmarke, die Fahrzeugfarbe und die Fluchtrichtung.
6. Spielen Sie nie den Helden. Versuchen Sie nicht, einen flüchtenden Kunden mit Gewalt festzuhalten.

Banknotenprüfung
Alle Notenfälschungen weisen bestimmte Mängel auf, an denen sie zu erkennen sind. Mit Aufmerksamkeit, mit dem Wissen der wichtigsten Prüfmerkmale der Noten und mit der Zuhilfenahme der Prüfblätter der Nationalbank werden auch Ihnen Fälschungen schneller auffallen.

Quelle: vgl. Merkblätter der Schweizerischen Nationalbank: www.snb.ch/d/banknoten/noten.html

* Weiterführende Hinweise: Falls in Ihrem Unternehmen das erforderliche Know-how und die praktische Erfahrung im korrekten und sicheren Umgang mit Falschgeld oder ähnlich unliebsamen Erlebnissen fehlt, können wir Sie massgeschneidert unterstützen. Bitte kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch.

Claude Berner 12.12.2006

21.11.2006: Ladendiebstahl - gewusst wie reagieren

Wie der Website der Stadt Bern zu entnehmen war, ist die Sachlage klar: Wer jemandem eine Sache wegnimmt, um sich damit unrechtmässig zu bereichern, begeht grundsätzlich einen Diebstahl. Ist die gestohlene Sache von geringem Wert (unter CHF 300), handelt es sich laut StGB, Art. 172ter, um ein geringfügiges Vermögensdelikt. Das heisst, dass vorgängig ein Strafantrag der bestohlenen Person an die Behörde notwendig ist, damit eine strafrechtliche Untersuchung aufgenommen werden kann. In der Praxis stellt sich indes sogleich die Frage, wann die Polizei beizuziehen ist oder aber in welchen Fällen eine schriftliche Diebstahlmeldung an die Polizei genügt.

Quelle: Stadt Bern (20.12.2004). Ladendiebstahl. Gefunden am 20. November 2006 unter http://www.bern.ch /leben_in_bern/ sicherheit/einbruch/ladendiebstahl.

* Weiterführende Hinweise: Falls in Ihrem Unternehmen das erforderliche Know-how und die praktische Erfahrung im korrekten und sicheren Umgang mit Diebstahl oder ähnlich unliebsamen Vorkommnissen fehlt, können wir Sie massgeschneidert unterstützen. Bitte kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch.

Claude Berner 21.11.2006

5.10.2006: Detailhändler machen 29 Millarden Euro Verlust

Wie der Cash Website zu entnehmen war, haben Detailhändler in Europa im vergangenen Jahr wegen Diebstahls in ihren Läden einen Verlust von 29 Milliarden Euro verkraften müssen. Am wenigsten geklaut wird in der Schweiz.

Gemessen am Detailhandelsumsatz betrug die so genannte Schwundrate europaweit 1.24% und erreichte damit den niedrigsten Stand seit fünf Jahren, wie die Befragung eines britischen Brancheninstitutes mit Unterstützung des in Heppenheim sitzenden Unternehmens Checkpoint Systems ergab. Die Schweiz weist mit 0.92% im Vergleich der 25 befragten Länder die niedrigste Diebstahl-Rate auf. Es folgen Österreich (0.96%) und Deutschland (1.07%). Grund dafür ist die Sicherung der am meisten diebstahlgefährdeten Produkte wie Designerkleidung und Markenartikel.

An erster Stelle sind europaweit die Konsumenten die grössten Langfinger (14.2 Milliarden Euro Verlust), gefolgt vom Personal mit einem Verlust von 8.9 Milliarden Euro. Damit sich das ändert, investiert der europäische Handel 2006 nach den Angaben insgesamt acht Milliarden Euro in Sicherheitslösungen. Die elektronische Artikelsicherung ist dabei mit 35.9% die am stärksten verbreitete Methode. Zukünftig planen immer mehr Detailhändler, die Sicherungsetiketten bereits bei der Herstellung im oder am Produkt zu integrieren. Dies biete Schutz während der gesamten Lieferkette.

http://www.cash.ch, 5.10.06

Claude Berner 05.10.2006

6.9.2006: Licht bringt Sicherheit und "Manko minus"

Bald ist es wieder soweit: Es wird Nacht sein, wenn Sie Ihre Geschäft betreten oder verlassen oder wenn Sie die ersten Anlieferungen in Empfang nehmen. Erschweren Sie den Räubern und Dieben ihr Handwerk. Prüfen resp. beachten Sie die folgenden Merkpunkte resp. Gebote:


* Werden der Personaleingang und die Anlieferung mit hellem Licht ausgeleuchtet? Kontrollieren Sie vorhandene Bewegungsmelder auf deren Funktion.

* Kann der Aussenbereich des Personaleingangs und der Anlieferung von innen eingesehen werden? Wenn nein, installieren Sie Videokameras oder Türspione.

* Werden Waren auf der unbewachten oder ungesicherten Anlieferung stehen gelassen?

* Sorgen Sie dafür, dass Unbefugte via Anlieferung, Personaleingang oder Notausgang keinen unbemerkten Zutritt in Ihr Geschäft haben.

* Betreten und verlassen Sie Ihr Geschäft bei Arbeitsbeginn/Arbeitsschluss wenn möglich immer zu zweit.

Mit der Beachtung der obenstehnenden Gebote verringern Sie die Mankos und stärken zudem Ihr Selbstbewusstsein oder das Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Wir wünschen Ihnen eine sichere und mankoarme, dunkle Jahreszeit.

Claude Berner 06.09.2006

28.8.2006: Ladendiebstahl in den USA

Laut Aussage von Chris E. McGoey, ein international anerkannter Sicherheitsexperte, kosten Ladendiebstähle, auch jene, die von Mitarbeitenden oder Lieferanten begangen werden, viele Milliarden Dollar pro Jahr. So schätzen unabhängige Detailhandelsstudien, dass sich die Kosten infolge Ladendiebstahls jährlich auf über 33 Mia. Dollar belaufen. Abhängig von der Art der Ladengeschäfte, kommen die Verluste auf 0.7 bis 2.2% des Bruttoumsatzes zu stehen - im Schnitt muss mit 1.7% gerechnet werden. Die Verluste sind derart gravierend, dass Ladengeschäfte ihre Aktivitäten mitunter einstellen müssen, nur weil sie den Diebstahl nicht unter Kontrolle zu bringen vermögen. Schlimmer ist noch, dass der Diebstahl die Ware zu Lasten der Konsumenten verteuert.

Im Weiteren macht Ladendiebstahl ca. einen Drittel der gesamten Inventurdifferenzen aus. Es wird geschätzt, dass es in den USA jährlich zu 330 bis 440 Millionen Ladendiebstählen kommt, was Kosten von 10 bis 13 Mia. Dollar entspricht. Anders ausgedrückt: Pro Minute werden 12 Diebstähle verübt (= 20'000 Dollar pro Minute).

Quelle: http://www.crimedoctor.com/shoplifting-facts.htm

Claude Berner 28.08.2006

26.7.2006: Gründung der MankoMinus GmbH

Mit Eintrag am 26. Juli 2006 und Publikation am 2. August 2006 hat das von den Gründungspartnern Schmid, Beeler und Berner ins Leben gerufene Unternehmen MankoMinus GmbH seine Geschäftstätigkeit aufgenommen. Wir begrüssen alle Geschäftspartner, die wir im Rahmen unseres bisherigen Wirkungskreises geschäftlich oder privat kennen lernen durften.

Claude Berner 26.07.2006